Geistige und Universelle Akademie
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Gott ist ewig, majestätisch, allwissend, vollkommen,
ER ist die Wahrheit,
das Licht, das Leben, die Liebe und die
Gerechtigkeit.
Kein Wort ist so in aller
Munde, Gedanken und Herzen wie das Wort „GOTT“ – ob im deutschen
Sprachgebrauch, im englischen (GOD), im französischen (DIEU), im spanischen
(DIOS) oder sonst einem Land auf dieser Welt. Keine Sache beschäftigt unzählige
Menschen auf der Welt so sehr wie GOTT. Für alle Menschen und alle Länder
dieser Welt ist GOTT gleichbedeutend wichtig, selbst wenn ER in verschiedenen
Kultur- und Religionskreisen negiert wird.
Das Wort „GOTT“ steht als
Sammelbegriff für transzendente Mächte, die religiösen Glaubenssätzen zufolge
Einfluss auf das Leben in der für die Menschen erfahrbaren Welt nehmen. An einen
GOTT zu glauben heißt dann:
1. die Existenz und
Wirksamkeit einer solchen Macht anzunehmen,
2. sein Leben auf diese
göttliche Macht in der Welt hin zu orientieren.
Im Monotheismus gilt Gott
als Schöpfer der Welt, dem die Attribute Unendlichkeit, Unveränderlichkeit,
Ewigkeit, Güte, Allwissenheit und Macht (Omnipotenz) zugeschrieben werden. Gott
ist transzendent (übersinnlich) und immanent, d.h. er ist in der Welt
gegenwärtig und greift in das Weltgeschehen ein.
Von den drei auf dem Alten
Testament basierenden Religionen (Judentum, Christentum und Islam) ist der
Monotheismus im Islam am stärksten ausgeprägt. Die zentrale Aussage des Islam
lautet: „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.“ Allah
besitzt sieben elementare Attribute (Leben, Wissen, Macht, Wille, Gehörsinn,
Gesichtssinn, Sprache). Sein Wille ist absolut, und alles, was geschieht, ist
durch ihn vorbestimmt.
Der Hinduismus bezeichnet
das höchste göttliche Wesen als Brahma, als die eine, ewige, absolute
Wirklichkeit, die alles Bestehende umschließt, wobei die veränderliche Welt nur
eine oberflächliche Erscheinung (Maya) darstellt. Im hinduistischen
Volksglauben hat Brahma verschiedene Erscheinungsformen, die als verschiedene
Gottheiten dargestellt werden.
Da der Buddhismus (die 5.
unter den Weltreligionen) weder die Vorstellung eines persönlichen Gottes noch
die eines Schöpfers kennt, wird er als atheistisch angesehen. Die letzte,
absolute Wirklichkeit bzw. das göttliche Wesen ist gleichbedeutend mit der
kosmischen Ordnung.
Auch die chinesische
Philosophie fasst das göttliche Wesen als kosmische Ordnung auf: Im Taoismus
ist es gleichbedeutend mit dem Gesetz des Universums, während es im
Konfuzianismus dem Sittengesetz entspricht.
Jeder Religionskulturkreis
hat sein ganz individuelles Bild von Gott und auch seine ganz individuelle
Kritik der Gottesvorstellung anderer Religionen. Für gläubige Monotheisten
stellt sich die essentielle Frage, warum ein allmächtiger, guter Gott Leiden
und Unglück auf der Welt nicht verhindert. Diese Frage beschäftigt seit
Jahrhunderten die Theologen und gilt manchmal als ein Argument der Atheisten,
nicht an Gott zu glauben.
Der Journalist und Autor
Heiko Ernst schreibt in seinem Buch „Wie uns der Teufel reitet – von der
Aktualität der 7 Todsünden“: „Ich glaube an keinen Gott, weder an einen
gütigen noch an einen gleichgültigen…. Ich dank es dem lieben Gott tausendmal,
dass er mich zum Atheisten hat werden lassen!“ Da Ernst nicht an die
Existenz Gottes glaubt, braucht er sich auch um Gott keine Gedanken machen.
Einer, der auch nicht an die
Existenz Gottes glaubte und sehr viel Wert auf seine Irreligiosität legte, war
der bekannte Psychiater Sigmund Freud. Er verwarf die Führung Gottes. An die
Stelle Gottes, den er verloren hatte, setzte er die Sexualität. So sprach er ständig
über Sexualität und hielt diese für seinen Gott.
Hiermit stehen Ernst und
Freud in Widerspruch zu vielen Menschen, die sich sehr wohl über Gott Gedanken
machen, die neugierig sind auf IHN und mehr wissen wollen über IHN als sie in
ihrer kindlich-religiösen Erziehung erfahren haben. Sie stellen sich Fragen wie:
„Wer oder was ist Gott?“ oder „Gibt es einen Gott und wenn ja, wo ist er?“ oder
„Wie kann ich als Mensch Gott erfahren?“ oder „In wie weit muss ich Gott
gegenüber für mein Tun Rechenschaft ablegen?“
Im dreizehnten Jahrhundert,
zur Zeit des Theologen Thomas von Aquin betrachteten die kirchlichen Gelehrten
den logischen Beweis der Existenz Gottes als sehr wichtig. Thomas von Aquin
stellte fünf elementare Gottesbeweise auf.
Der erste Beweis war,
dass Gott notwendigerweise als die erste Ursache existiert.
Der zweite Beweis
war, dass sich die materielle Welt nicht aus sich selbst heraus erschaffen
konnte, sondern dazu eine äußere oder spirituelle Sache erforderlich sei.
Der dritte Beweis
war, dass, da die Welt existiert, es auch einen Schöpfer geben muss, der sie
erschaffen hat.
Der vierte Beweis
war, dass der relativen Vollkommenheit in dieser Welt eine absolute
Vollkommenheit zugrunde liegen muss.
Der fünfte Beweis
war, dass, da die Schöpfung einen Plan hat, es auch einen Planer geben muss,
der die Schöpfung entworfen hat.
Thomas von Aquin glaubte, es
sei nicht möglich, Gott in diesem Leben zu sehen. Er schreibt: „Das Wesen
Gottes kann von jemandem, der lediglich ein Mensch ist, nicht wahrgenommen
werden, es sei denn, er ist von seiner sterblichen Hülle getrennt … Das
göttliche Wesen kann nicht durch die Natur der materiellen Dinge erkannt
werden.“
Der indische Guru Srila
Prabhupada sagt hierzu: „Man mag Gott nicht kennen, aber es ist sehr einfach zu
verstehen, dass es Gott gibt. Man muss noch lernen, was Gottes Eigenschaften
sind, aber es gibt keinen Zweifel an der Tatsache, dass Gott existiert. Jeder
geistige gesunde Mensch kann verstehen, dass er kontrolliert wird. Wer aber ist
nun dieser Kontrollierende? … Der höchste Kontrollierende ist Gott!“
Auf die Frage, ob Gott
existiert oder nicht, antwortete der bekannte Schweizer Psychologe Carl Gustav
Jung: „Die Theologen sind, wenngleich sie auch widersprüchliche Aussagen über
Gott machen, zumindest davon überzeugt davon, dass Gott existiert. …. Die
Existenz Gottes hängt nicht von unseren Beweisen ab. … Ich erkenne, dass Gott,
zumindest für mich, eine der gewissesten und unmittelbarsten Erfahrungen war.“
Einer, der bis zum letzten
Atemzug um und mit Gott gerungen hat, war der berühmte Dichter Johann Wolfgang
von Goethe. Kurz vor seinem Tod rief er die Worte aus: „Mehr Licht“, was als
Ruf danach interpretiert werden kann, dass das Dunkel, in dem er sich immer
wieder befand, erhellt werden und sein Geist erleuchtet werden möge.
Von jeher ist das Licht ein
Synonym für Gott. „Gott ist Licht“ sagt der Evangelist Johannes und überall, wo
sich Gott in der Geschichte offenbarte, erschien ein überhelles Licht. Licht
erhellt aber nicht nur die Finsternis und ermöglicht das wahre Sehen, es
spendet und erhält auch Leben, es schenkt Wärme und Heimat und wird damit zum
Symbol der Gotteserkenntnis, des Lebens und der Liebe schlechthin.
Auch Hildegard von Bingens
Leben (1098 bis 1179) war bis zu ihrem Tod, bei dem der Legende nach ein
strahlendes Licht am Himmel erschienen sein soll, gekennzeichnet vom Licht in
allen seinen Farben und Schattierungen. Ja, mehr noch: das Licht wurde zum
Ausgangspunkt, zum zündenden Funken, zum lebensspendenden Feuer für ihr
gesamtes Werk. Die Begegnung mit dem Licht traf wie ein Blitz in ihr bis dahin
ganz und gar unscheinbares Leben. Sie selbst beschrieb es so: Im Jahre 1141 der
Menschwerdung Jesu Christi, als ich 42 Jahre und sieben Monate alt war, kam ein
feuriges Licht mit Blitzesleuchten vom Himmel hernieder. Es durchströmte mein
Gehirn und durchglühte meine Brust. Und plötzlich erschloss sich mir der Sinn
der Heiligen Schriften.“
In ihrem ersten, 1141 bis
1147 verfassten Werk „Liber Scivias Domini“ (= Buch: "Wisse die Wege Gottes“
schreibt sie über die ewige Geschichte von Gott und Mensch, von Abkehr und
Hinwendung des Menschen zu seinem Schöpfer. „Die heilige Gottheit kann keiner
je begreifen, nicht einmal berühren mit seinem Verstand, so hoch er ihn auch
emporrecken mag. Gott ist höher als alles,“ schreibt sie. Im Herzen des
Universums steht für sie der Mensch, das „volle Werk“ des Schöpfers, denn nur
der Mensch kann IHN erkennen; aber deshalb steht der Mensch auch vor der
Entscheidung: steigt er empor, hebt er die Schöpfung mit sich empor; fällt er,
reißt er die Schöpfung mit in den Abgrund.
Auch in der Heiligen Schrift
der Hindus, der Bhagavad Gita, heißt es zum Licht im Kapitel 13, Vers 18: „Er
(Bhagavan = Gott) ist die Quelle des Lichts in allen leuchtenden Himmelskörpern
und befindet sich jenseits der Dunkelheit der Materie. Er allein ist die
Grundlage, der Gegenstand und das Ziel des Wissens. Er weilt im Herzen eines
jeden.“
Der christliche Mystiker,
Angelus Silesius, sieht in Gott das Licht, mit dem sich jeder Mensch vereinigen
muss:
„Gott wohnt in einem Licht,
zu dem die Bahn gebricht;
wer es nicht selber wird,
der sieht IHN ewig nicht.“
Das letzte Werk von
Hildegard von Bingen trug den Titel „Liber divinorum operum“ (= Buch der
göttlichen Werke“). In diesem Werk lässt Hildegard die Welt als Kunstwerk
Gottes aufstrahlen. Der Mensch erscheint als Mikrokosmos, der in all seinen
körperlichen und geistigen Gegebenheiten die Gesetzmäßigkeiten des gesamten
Makrokosmos widerspiegelt. Alles ist aufeinander bezogen, wechselseitig
miteinander verbunden und in Gott untrennbar vereint.
Die Schönheit der göttlichen
Schöpfung lobpreist auch der heilige Franz von Assisi, der im 13. Jahrhundert
lebte, und zwar in einem Gebet, das den Titel „Sonnengesang“ trägt. Er dichtete
den Gesang (Il Cantico di Frate Sole) am Ende seines Lebens. Er ruft darin den
Menschen zum Lobpreis Gottes in all seinen Geschöpfen auf.
Um die Lobpreisung der
Schöpfung geht es auch in Psalm 148, 1-6. In diesem Psalm, dem „Te Deum“ des
Alten Testaments, vereint sich die Stimme aller Wesen zu einem kosmischen
Hallelujah ohne Ende: Die Geschöpfe sollen loben den Namen des Herrn; denn ER
gebot, und sie waren erschaffen. Gottes souveräner Wille steht am Anfang der
Schöpfung. Alles und alle Menschen sollen teilnehmen an der Verherrlichung des
Herrn, dem sie das Sein verdanken.
Nach dem christlichen
Glauben ist Gott der Welt mit einer Liebe zugewandt, die an nicht
Geschöpflichem ihr Maß oder ihre Grenze findet: Die Welt ist aufgenommen in die
ewige und bedingungslose Liebe Gottes.
Diese Gottesliebe ist eine
Eigenschaft von höchstem Stellenwert für den glaubenden Menschen, weil diese
Liebesart einen eigenen immerwährenden Charakter hat. Die Gottesliebe des
glaubenden Menschen geht von der Annahme aus, dass es einen höchsten Schöpfer,
einen Gott, gibt. Diese glaubende Annahme existiert vor allen in den drei
monotheistischen Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum.
Die Gottesliebe wird als die
Liebe zu einem höchsten Wesen, welches als Schöpfer aller Dinge geachtet wird,
angesehen. Die Gottesliebe als die Liebe des Gläubigen zu Gott wird auch als
Antwort auf die Liebe Gottes aufgefasst.
Die Liebe wird in der Bibel
als wichtigste Tugend bezeichnet. Die Liebe, insbesondere zu Gott, der selbst
als vollkommen angesehen wird, ist nicht teilbar und nicht begrenzt. Die Liebe
zu Gott kann und soll wachsen. Es heißt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott,
lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“
(Matthäusevangelium, 22,37)
Die Gottesliebe kann durch
Lernen der erhofften Eigenschaften Gottes angeeignet werden. Die wahre
Gottesliebe ist von vorneherein dazu bestimmt, während des ganzen Lebens
wachsen zu können. Mit der wahren Gottesliebe gehen auch andere positive
Eigenschaften einher, wie z.B. die Nächstenliebe, die Demut usw.
Die Liebe zu Gott erfordert
vor allem geistige Zuwendung zu Gott und kann ohne Gebet, Meditation und
Kontemplation, in denen man sich mit Gott verbindet, nicht vollkommen werden.
Wächst die Gottesliebe, so wächst auch die Nächstenliebe, andernfalls bleibt
die Liebe zu Gott begrenzt und brüchig.
Über die zentrale Bedeutung
der Liebe im Leben eines jeden Menschen schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner
Enzyklika „Deus Caritas Est“:
„In einer Welt, in der mit
dem Namen Gottes bisweilen die Rache oder gar die Pflicht zu Hass und Gewalt
verbunden wird, ist dies eine Botschaft von hoher Aktualität und von ganz
praktischer Bedeutung. Deswegen möchte ich in meiner ersten Enzyklika von der
Liebe sprechen, mit der Gott uns beschenkt und die von uns weitergegeben werden
soll….“ In der Einführung seiner Enzyklika zitiert Papst Benedikt den Ersten
Johannesbrief (1 Joh 4, 16): „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott, und Gott in ihm“.
Gott ist ein ewiges Wesen.
ER war immer, ist immer und wird immer sein. Gottes Zeit hat keinen Anfang und
kein Ende. Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Kein menschliches Wesen kann sich
das vorstellen in Anbetracht der Begrenztheit seines Lebens und seiner kurzen
Lebensdauer.
Gott verfügt über
unbegrenzte Macht, unbegrenzten Reichtum, unbegrenzten Ruhm, unbegrenztes
Wissen, unbegrenzte Schönheit. Die Macht, der Ruhm, der Reichtum etc. des
Menschen hingegen ist begrenzt. Niemals wird ein Mensch mehr Macht, mehr Ruhm,
mehr Reichtum etc. als Gott haben.
Gott ist überall: er sieht
alles, hört alles, weiß alles. Seine Engel, die in Seinem Universum in Seinem
Namen agieren, sind Seine Augen, Ohren und Hände. Und Gott hat unzählige Augen,
Ohren und Hände.
Neben den beiden wichtigsten
Eigenschaften Gottes „Licht“ und „Liebe“ ist Gott auch Frieden. In Lukas 2, 14
heißt es: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden, bei den Menschen
ein Wohlgefallen!“ Frieden hat sehr viel mit Liebe zu allem was ist, mit
Nächstenliebe, mit Liebe zu sich selbst zu tun. Bruder Klaus (Niklaus von der
Flüe), der im 15. Jahrhundert lebte sagte: „Fried ist allweg in Gott, denn Gott
ist der Fried’.“ Bruder Klaus erlebte diesen göttlichen Frieden ganz tief. Dem
Mystiker war es erlaubt, einen Blick in den Himmel zu tun und Gott als Urgrund
allen Friedens zu sehen.
Und Hildegard von Bingen
sagte zum Frieden: „Der schnellste Weg zum Frieden ist die Umkehr des Herzens.
Vom Herzen geht Heilung aus oder Chaos. Das Herz des Menschen ist die Mitte der
Welt.“ Das Herz des Menschen – das physische im physischen Körper, und das
feinstoffliche Herz im feinstofflichen Seelenkörper – gilt als Sitz der Liebe.
Ohne Liebe ist kein Frieden möglich.
Alles ist Gott und alles ist
in Gott und Gott ist alles was ist. Alle Wesen dieser Welt sind Mitglieder der
großen „Familie Gottes“. Der höchste Vater und die höchste Mutter von allem ist
Gott. Somit sind alle Wesen „Kinder“ Gottes.
Es gibt zwei Arten sich Gott
anzunähern:
1. Man kann versuchen, IHN
mit dem Verstand und mit der Intelligenz zu erfassen und zu verstehen. Man kann
dazu viele Schriften und Bücher lesen oder man kann Theologie studieren. Dies
kann das Wissen über Gott erweitern und vertiefen. Zu einem Ende wird man dabei
nie kommen, weil Gott von keinem Menschen/Wesen je ganz erfasst und verstanden
werden kann. Man hat dann zwar durchaus viel theoretisches Wissen, aber was
zumeist fehlt, ist das praktische Erleben von Gott. Man hat Gott noch nie
wirklich gespürt, sich ihm noch nie wirklich nahe gefühlt. Das Gottvertrauen
ist in der Regel recht schwach, auch fehlt ein Gefühl von allumfassender Wärme
und Geborgenheit.
2. Ein viel intensiveres
Gotterleben erlebt man dann, wenn man aufhört, Gott mit dem Verstand erfassen
zu wollen, und statt dessen dazu übergeht, Gott mit dem Herzen zu erfassen.
Dazu muss man sein Herz und sein Herz-Chakra öffnen. Hierbei kann ein Mensch
helfen, der selbst schon eine innige und herzliche Gottesverbindung hat und als
Führer bei der praktischen Gottesannäherung fungiert.
Der bekannte Ordensmann
Ignatius von Loyola (1491 – 1556), der die Menschen dazu aufforderte „Gott in
allem zu finden“, empfahl den bei ihm Studierenden, sich darin zu üben, die
Gegenwart Gottes in allen Dingen zu suchen, z.B. durch Meditation. In einem
Brief schreibt er: „Diese Weise zu meditieren, indem man Gott, unseren Herrn,
in allen Dingen findet, ist leichter, als wenn wir uns zu den abstrakten
göttlichen Dingen erheben und uns ihnen mühsam gegenwärtig machen.“
Zu dem Thema „Gott“ und der
„Mensch“ schreibt Ignatius: „Der Mensch ist geschaffen, um Gott, unseren Herrn
zu loben, IHM Ehrfurcht zu erweisen und IHM zu dienen und damit seine Seele zu
retten. Die übrigen Dinge auf der Erde sind für den Menschen geschaffen, damit
sie ihm bei der Verfolgung des Ziels helfen, zu dem er geschaffen ist. Daraus
folgt, dass der Mensch sie soweit gebrauchen soll, als sie ihm für sein Ziel
helfen, und sich soweit von ihnen lösen soll, als sie ihn daran hindern.“
Es ist nicht Gottes Pflicht,
des Menschen Wünsche zu erfüllen. Vielmehr ist es des Menschen Pflicht, Gott zu
dienen und SEINE Wünsche zu erfüllen, SEINEN Willen zu befolgen. Wer IHM dient,
wird von IHM geführt, von IHM erhalten und von IHM beschützt.
Aus Gott ist alles
entstanden, für Gott lebt alles, und irgendwann wird alles wieder in Gott
zurückkehren. Was ein jedes Wesen zwischen seiner kosmischen Geburt und seinem
kosmischen Tod tut und erlebt, hängt von ihm selbst ab. Ob Freud oder Leid,
Gewalt oder Frieden, Mangel oder Fülle, Krankheit oder Gesundheit,
Großzügigkeit oder Neid, Liebe oder Hass – jeder hat von Gott den freien Willen
erhalten, sein Leben so zu gestalten, wie es ihm am besten gefällt. Jeder muss
aber auch am Ende seines Lebens vor Gott Rechenschaft über seine guten und
bösen Taten ablegen und die Konsequenzen für sein Tun tragen.
Wer sich von Gott abwendet
und IHN verleugnet, wer sich statt dessen dem Anti-Gott, Luzifer oder Satan,
zuwendet und diesem seine göttliche Seele verkauft, die er von Gott erhalten
hat, um viel Macht oder Reichtum dafür zu erhalten, wird früher oder später für
diese Freveltat zahlen müssen. Niemand kann vor Gott davonlaufen oder sich vor
IHM verstecken. Das Licht Gottes wird am Ende jedes falsche Spiel aufdecken und
jede noch so gut versteckte frevelhafte Tat entblößen. Und Gott wird die Täter
für ihre Taten nach Seinem Willen bestrafen.
Mit Gott bist du alles – ohne Gott bist du nichts!
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