GOTT



Gott ist ewig, majestätisch, allwissend, vollkommen, ER ist die Wahrheit,
das Licht, das Leben, die Liebe und die Gerechtigkeit.

Was gibt es Schöneres als die Liebe zu Gott?

Was gibt es Erhabeneres, als das Herz in Liebe mit Gott zu vereinen?

Was gibt es Erhebenderes als das Gemüt und die Seele zu läutern?

Was gibt es Erfüllenderes, als eins zu sein mit Seinem Bewusstsein?


Es gibt Nichts, denn alles, was der Mensch für schön, erhaben, erhebend und erfüllend hält, ist nichts anderes als eine vergängliche Illusion, die offenbart oder verborgen in sich das Leid des Egos und der Welt trägt.


Das Leid des Egos manifestiert sich in verschiedenster Art und Weise: Der eine ist krank, der andere unzufrieden mit seinem Beruf, wieder ein anderer hat Kummer mit seinen Kindern oder ist unglücklich in seiner Partnerschaft. Jeder Mensch erfährt tagtäglich in seinem Leben einen Mangel an Liebe, Mangel an Freude, Mangel an Verständnis, Mangel an Frieden.


Doch diese Welt des Leids ist eine Illusion. Es gibt sie nicht wirklich, denn da Gott vollkommen ist. Ist auch Seine Welt, die Er geschaffen hat, vollkommen. Die Menschen selbst haben sich jedoch von dieser vollkommenen Welt getrennt und sich in einer Scheinwelt des Leids verfangen, die sie selbst erschaffen haben, so dass sie den Zugang zu Gottes vollkommener Welt verloren haben.


Wie gelangt der Mensch zurück in die vollkommene Welt? Wie wird er ein Bürger Seines göttlichen Reiches?


Die Antwortet lautet: Indem er sich selbst auf den Weg der Vollkommenheit begibt und sein Herz, seine Seele und seinen Geist von der Illusion der Welt reinigt, so dass er die die Machenschaften seines in der Verblendung lebenden Ego-Ichs erkennt und bereit ist, sein Ego-Ich durch das wahre ICH zu ersetzen, nämlich sein göttliches Seele-Geist-Wesen.


Die Triebkraft des Egos sind die 7 Egostrahlen, die die Menschen in der Illusions-Welt beherrschen und steuern. Während die meisten Egostrahlen im Anfang doch wenigstens scheinbar kurzzeitig Freude machen, macht der Ego-Strahl des Neides einen von Anfang an unglücklich. Und doch ist der Neid weitverbreitet wie eine giftige Schlange im Herzen der Menschen. Der Neid ist ein Ableger des Hochmuts und der Herr aller anderen Ego-Gifte, wie Verleumdung, Schadenfreude, Schmähung, Missgunst und Eifersucht.


Gerade die Eifersucht ist jene Sucht, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Die Eifersucht blendet mit dem Schein der Welt und gibt sich als Engel des Lichts aus, obwohl er eine Schlange ist. Er täuscht vor, dass der Neid nichts anderes als Eifer für die Ehre Gottes sei. Dass sich dabei aber der Eifer für die eigene Ehre darunter mischt, merkt der Mensch zumeist aus Mangel an Selbsterkenntnis und Demut nicht.


Gott schuf den Menschen einst aus Liebe und Freude, doch der Mensch gab seine Aufmerksamkeit dem Neid und den Ego-Strahlen, und erhielt Schmerz statt Freude, Nicht-Liebe statt Liebe, Leid statt Zufriedenheit. Es war die karmische Konsequenz für seinen freien Willen, der die Dunkelheit dem Licht vorzog.


Wer sich von den Strahlen des Egos befreit, das dahinter stehende Karma auflöst und das Licht Gottes wieder wählt, gelangt zu wahrem Wissen, so dass er vollkommen im Bewusstsein Gottes wird. Dann kann er das Tor zu Seinem Reich der ewigen Liebe und des Friedens durchschreiten und folgende Worte seines Herzens dabei sprechen:


"Ich liebe Dich, o liebenswürdiger Gott, höchster und unendlicher Schöpfer, Bewahrer aller Vollkommenheiten! O könnten Dich alle lieben mit jener glühendsten Liebe, mit welcher Dich alle Engel und spirituellen Meister lieben und in aller Ewigkeit lieben werden. O könnten Dich die Herzen aller Menschen so lieben, wie Du geliebt zu werden verdienst. Unendliche und unbegreifliche Liebe Gottes, Dir will ich mich ganz schenken! Ich liebe Dich, o mein Gott von meinem ganzen Herzen, ich liebe Dich über alles. Ich liebe Dich mehr als mich selbst, mehr als mein eigenes Leben. O Gott, entflamme in mir das Feuer Deiner göttlichen Liebe!


Gott, Dein Name ist wie ein zerfließender Balsam. Darum lieben Dich auch die, die Dir dienen, so sehr. O Gott, lass mein Rufen zu Dir kommen und schicke mir Deinen Strahl der Herzensliebe."


Gebet der Gottesliebe:

"O Gott, Herr dieses Universums,
Du sendest das Feuer Deiner göttlichen Liebe auf die Erde
und verbreitest die Flammen Deiner Liebe in den Herzen derer,
die nach Dir verlangen und sich mit Sehnsucht ihrer Seelen Dir öffnen.

Ich verneige mich vor dem Feuer Deiner göttlichen Liebe
Und bitte Dich darum, ganz in Liebe zu Dir entzündet zu werden,
Du, der Du mich so unaussprechlich liebst
und mich aus Deiner Liebe heraus geschaffen hast.

Sende das Feuer Deiner Liebe zu mir,
damit es mein Herz ergreife und in Glut und Flammen zu Dir erhebe.
Denn süß ist es, Dich zu lieben
und selig, von Dir geliebt zu werden.

O Gott, sehe, ich lege gleichsam mein Herz vor Deinem Altar nieder,
damit Du es von aller niederen irdischen Liebe entleerst
und es ganz mit Deiner göttlichen Liebe erfüllst,
denn Du bist aller Liebe würdig und verdienst es,
über alles geliebt zu werden in Ewigkeit.

O Gott, Quelle der göttlichen Liebe in Deinem Herzzentrum,
ich bitte Dich, entzünde mein Herz
mit den lebendigen Flammen Deiner feurigen Liebe,
damit durch deren Glut alle irdische Liebe in mir transformiert werde,
und ich als reines Wesen Deiner göttlichen Liebe
wiedergeboren werde und lebe in Deiner Liebe in Ewigkeit."

Engel

Der Begriff "Engel" leitet sich von dem griechischen Wort "angelos" = Bote, Botschafter ab.

Aus wissenschaftlicher Sicht sind Engel Fabelwesen aus der jüdischen, christlichen und islamischen Mythologie.

In den fünf Weltreligionen - Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus - gibt es nur in den monotheistischen Religionen Christentum, Islam und Judentum Engel. Sowohl der Hinduismus als auch der Buddhismus kennen keine Engel.

In den drei monotheistischen Weltreligionen kommen Engelserscheinungen und Engelswirken in den jeweiligen Heiligen Schriften mehrmals vor.

Engel sind himmlische, mit göttlichem Bewusstsein, göttlicher Autorität und göttlicher Souveränität ausgestattete Geistwesen. Sie wurden von Gott am Anbeginn der Existenz dieses Universums geschaffen. Sie sind SEINE direkten Aspekte und Ausdrucksformen. Als solche sind sie pures göttliches Licht, göttliche Liebe und göttlicher Frieden. Sie sind fähig die hochfrequenten göttlichen Energien sowie das göttliche Verbrennungsfeuer zu lenken.

Die Engel dienen Gott und SEINEM Universum bzw. SEINER gesamten Schöpfung. Sie lobpreisen Gott, indem sie immerwährend Hymnen singen. Die Engel haben klarste Erkenntnis sowie Gotteserkenntnis. Sie sind machtvolle Wesen, jedoch sind sie in allem an den Willen Gottes gebunden und führen diesen bedingungslos aus.

Engel kümmern sich um alle Angelegenheiten dieses Universums und der Verwaltung des riesigen "Unternehmens GOTT" vor. Sie sind Gottes direkte Hände, Augen und Münder und ER drückt sich durch sie in Worten und Taten aus. Engel gelten als Mittler oder Verbindungsstelle zwischen Gott und den Menschen. Deshalb stehen sie den Menschen auch näher und können von ihnen besser erfasst werden. Sie gewähren den Menschen Schutz und Führung.

Die Engel gelten auch als "Heer Gottes". Die Menge der himmlischen Heerscharen ist unzählbar. Der Prophet Daniel sah tausendmal tausend Gott dienen und hundert Millionen vor IHM stehen.

Wie es bei den Menschen Unterschiede in der Rasse und Hautfarbe gibt, so gibt es auch Unterschiede zwischen den Engeln. Man spricht von einer Engels-Hierarchie. Diese ist unterteilt in verschiedene Chöre.

1. Hierarchie:

Die Seraphim sind der Widerschein höchster Gottesliebe und beten Gott ununterbrochen an. Sie sind ewige Bewegung rund um die göttlichen Geheimnisse, eine Glut, eine Schärfe, der brennende Eifer einer permanenten Umkreisung

Die Cherubim bilden den Abglanz der göttlichen Weisheit. Sie haben das Vermögen, den thearchischen Glanz der ursprünglichen Macht Gottes zu betrachten.

Die Throne sind ein Aufleuchten der göttlichen Majestät. Sie erfahren die Vollkraft all ihrer Anlagen, unverrückbar und ständig dem EINEN nahe zu sein, der wahrhaft der Höchste ist.

Die vorgenannten drei Engelschöre leben an der Schwelle der Gottheit. Durch das Licht Gottes, an die sie direkt partizipieren, erfahren sie einen dreifachen hierarchischen Akt, der gleichzeitig Reinigung, Erleuchtung und Wachstum in der Vollendung ist. In Bezug auf Gott sind sie SEINE Ruheplätze; in Bezug auf die niederen Engel besteht ihre Funktion darin, zu offenbaren, was sie von der Dreifaltigkeit und der Vorsehung wissen, die das ganze Universum auf eine überragende Weise in einer unwiderstehlichen Umarmung umhüllt.

2. Hierarchie

Der 2. Hierarchie werden die Herrschaften, Gewalten und Fürsten zugeteilt. Diese drei Chöre bauen die Herrschaft Gottes im Universum auf. Die Chöre der zweiten Hierarchie vergleicht Pseudo Dionysius Areopagit mit den Fürsten, die die Länder des Königs verwalten.

Herrschaft besagt eine geistige Erhebung, frei und allen irdischen Kompromissen enthoben mit Kraft, auf die wahre Herrschaft und das Prinzip jeder Herrschaft zuzustreben.

Die Fürstentümer zeigen eine kühne und feste Mannhaftigkeit in ihren Tätigkeiten, worin sie Gott gleichgeformt sind.

Die Gewalten besitzen eine vollkommen geordnete geistige Macht, die nicht von dieser Welt ist.

Diese zweite Hierarchie empfängt von der ersten Ordnung geistiges Licht. Die Erkenntnis Gottes wird von Engel zu Engel durch eine Art Abstufung weitergegeben. Die hierarchischen Akte der Reinigung, Erleuchtung und Vervollkommnung sind in den niedrigeren Engeln das Werk der höheren. So sind jene aus der zweiten Hierarchie erhoben zur Teilhabe am Licht, das von der Thearchie ausgeht und durch die Seraphim, die Cherubim und Throne vermittelt wird.

Der 3. Hierarchie werden die Mächte, Erzengel und Engel zugeordnet. Dieser Chor ist für den Dienst am Menschen zuständig, so Pseudo Dionysius Areopagit: Diese Engel sind unmittelbar mit der Obhut der Menschen vertraut.

Die Kräfte sind mit Führungskräften ausgestattet, gekennzeichnet durch das Prinzip über jedes Prinzip und fähig, Gott durch die Harmonie ihrer Führerschaft zu offenbaren.

Erzengel haben als Zwischenwesen zwischen den Mächten und Engeln an den Privilegien jener teil: sie empfangen das Siegel des Prinzips und sie sind mit diesem vereint, wenn sie den Engeln die göttlichen Erleuchtungen übermitteln.

Die Engel stehen den Menschen am nächsten.

Die Engel der dritten Hierarchie machen die göttliche Offenbarung den Menschen zugänglich; durch sie vermag die menschliche Hierarchie zu Gott erhoben zu werden: durch Reinigung, Erleuchtung und Vereinigung.

Erleuchtung bedeutet nach Dionysius Teilhabe am Licht Gottes. Diese Teilhabe oder Partizipation ist bei den ersten Rängen der Engel eine unmittelbare; sie erreicht die niedrigsten Ränge durch die Vermittlung der höchsten. Von Hierarchie zu Hierarchie herab gelangt sie schließlich zu den Menschen. Diese absteigende Bewegung hat eine aufsteigende zur Folge: Durch Reinigung, Erleuchtung und Vereinigung gelangt alles nach oben zu Gott.

Im dionysianischen Sprachgebrauch bedeutet das Wort "Hierarchie" mehr als eine bloße Ordnung des Seins oder der Ranghöhe der Autorität. Gott ist eine "Theo-archie" in der etymologischen Bedeutung von göttlicher Macht. Dionysius: "Ich nenne Hierarchie eine heilige Ordnung, eine Erkenntnis und einen Akt, die der göttlichen Form so nahe wie möglich sind, und deren Nachahmung Gottes im Verhältnis dazu wächst, wie sie die göttlichen Erleuchtungen aufnehmen." Das Engel-Universum bildet die Nachahmung der innersten Ordnung des Lebens Gottes. Die Hierarchie des Dionysius ist eine Rangordnung, deren Ränge nicht nach Machtbefugnis oder anderen menschlichen Kriterien abgestuft sind, sondern nach dem Grad der Ehrwürdigkeit und Heiligkeit.